Schlagwort: Symptome

  • Körperliche Veränderungen

    Mein gesundheitlicher Zustand stagniert seit einiger Zeit. Was ja eigentlich gut ist. Trotzdem hat sich etwas verändert.

    Seit einigen Tagen ist mein Körper nur noch am frieren. Dazu kommen kalte Hände und kalte Füße, die nicht so richtig warm werden wollen. Wo ich sonst immer alles kurz getragen habe, muss jetzt was längeres her. Meine dünne Decke schafft es auch nicht mehr mich warm zu bekommen. Ich trage jetzt dicke warme Pullover und friere trotzdem.

    Das war letztes Jahr noch anders. Da hatte ich Hitzewallungen und Frieren im Wechsel. Selbst beim Tee trinken wurde mir immer innerlich heiß. Aber jetzt habe ich keine Hitzewallungen mehr, jetzt friere ich nur noch. Ich muss sogar ein dünnen Schal in der Wohnung tragen, dass musste ich noch nie. Nachts war das Fenster immer auf, auch im Winter und selbst das geht nicht mehr. Daher frage ich mich schon, ob es daran liegt, dass ich seit Januar bettlägerig bin und mich kaum noch bewege, kaum noch draußen bin?

    Laut ChatGPT könnte es an Post COVID, ME/CFS und POTS liegen. Und natürlich daran, dass ich bettlägerig bin und somit ein Muskelabbau stattfindet und die Bettlägerigkeit zu einem geringem Kreislauf führt. Leuchtet mir auch alles ein. Mögen tue ich diese Veränderungen jedoch nicht.

    Wenn es mir möglich ist, versuche ich leichte Übungen mit den Beinen zu machen, damit die Durchblutung verbessert wird. Oder auch mal leichte Übungen der Schulter und Arme. Aber wahrscheinlich wird das alleine nicht ausreichen, solange ich Bettlägerig bin.

    Ich hoffe trotzdem dass sich das wieder legt und werde es beim nächsten Arztbesuch mal ansprechen. Wobei ich die Antwort dazu jetzt schon kenne und diese Frage damit überflüssig wird. Aber hey, vielleicht wird die Reaktion ja doch anders ausgehen als erwartet. Ich halte euch auf dem laufenden.

    Was macht du gegen das ständige Frieren? Irgendwelche Tipps oder Ratschläge?

    Deine Yvi

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  • Mein „Symptomatik- und Erklärungskatalog“

    Da mein Kopf nicht immer so funktioniert und ich auch vieles vergesse, gerade auch was meine Symptomatik angeht, habe ich irgendwann angefangen alles aufzuschreiben. Schon für die 2. Post COVID Reha hatte ich einen Zettel bei, damit ich ja kein Symptom vergesse. Am Ende hatte ich vergessen, das ich den Zettel bei hatte und konnte ihn somit nicht im richtigen Augenblick nutzen. Hat mich im Nachhinein total geärgert, weil ich wieder Symptome vergessen hatte.

    Als wir jemand von einer Beratungsstelle für die Pflege hier hatten, gingen die Fragen wieder von vorne los. Die Situation war für mich total überfordernd und schon beim raussuchen der erforderlichen Papier, war ich total gestresst. Ich kann dann auch nicht mehr so klar denken und hab vieles nicht auf dem Schirm, weil es in diesem Moment wie gelöscht ist. Meine Frau hat irgendwann für mich übernommen, aber auch sie war bei bestimmten Fragen einfach überfordert. Sie weiß wie der Körper reagiert und wie es mir geht, aber das hat man nicht immer, gleich auf Bestellung, im Kopf abrufbereit. Ich denke ihr wisst was ich damit meine.

    Im Nachhinein fiel einem noch so viel ein, was man hätte sagen wollen und da kam mir eine Idee. Ich schreibe alles was wichtig ist auf und mach das in einen Hefter. Alles Alphabetisch sortiert. Wenn jetzt einer z. Bsp. nach dem Schlaf fragt, suche ich das „S“ und kann dann unter „Schlafen“ alles finden. Also zum Thema „Einschlafstörungen“ weil: und dann steht da die Symptomatik. Beim Thema „Stressfaktoren“ hab ich alle Stressfaktoren aufgeschrieben und dann noch die Reaktion des Körpers. So kann man sagen was Stress bei mir auslöst und wie der Körper darauf reagiert. Bei der nächsten Fragerunde kann dann meine Frau auf Fragen antworten und gezielt sagen, was welche Symptomatik auslöst und wie mein Körper reagiert. Und für meinen vergesslichen Kopf ist das auch sehr gut.

    Ich habe alles mit „Stand Monat/Jahr“ festgehalten und kann jederzeit neue Symptomatik und Reaktionen des Körpers dazuschreiben.

    Bald wird dieser „Symptomatik- und Erklärungskatalog“ seinen ersten Einsatz bekommen. Ich bin so gespannt ob er hilft, so wie ich es mir vorstelle und weshalb ich ihn erstellt habe.

    Eure Yvi

  • Auswirkungen meines Gesundheitszustandes auf‘s Familienleben

    Wir waren letztens mit dem Rollstuhl unterwegs, als uns ein anderer Rollstuhlfahrer entgegenkam. Eigentlich nichts untypisches, denn mit Rollstuhl oder Rollator begegnen wir vielen Menschen. Nur diesmal klopfte mein Sohn mir auf die Schulter und sagte, mit Blick zum anderen Rollstuhlfahrer „Du warst auch mal Gesund und konntest gehen, jetzt hast du Post COVID und musst im Rollstuhl sitzen.“ Sowas hat er in meiner Gegenwart noch nie gesagt. Letztens hatten wir mal darüber gesprochen, dass ich es nicht zur Schule schaffe und wenn, dann wahrscheinlich 30min mit dem Rollator brauche. Nur würde ich es dann nicht wieder nach Hause schaffen, worauf er geantwortet hatte „Dann setzt du dich einfach auf den Rollator und ich schiebe dich“. Selbst wenn ich es nicht die Treppen hoch schaffe, sagt er jedes Mal ich solle mich an ihm festhalten. Er spricht nie darüber, macht sich aber seine Gedanken wie er mir helfen oder mich unterwegs unterstützen kann. Meine Große ist schon Älter, sie geht damit offen um und spricht auch darüber. 

    Wie Leben jetzt schon länger in diesem Zustand, aber da dieser sich immer mehr verändert bringt dies inzwischen Veränderungen für alle mit sich. Das ist nicht mehr nur der Ausflug, Haushalt, Einkaufen oder so, was alleine gemacht werden muss. Inzwischen betrifft es auch den Urlaub. Sei es nur mal übers Wochenende oder ne Woche im Ausland. Dinge, die im Moment nicht so leicht zu regeln sind, zumal wir ja auch noch Amy (unsere Hündin) haben. Davon abgesehen, wer kümmert sich dann um mich? 

    Zum jetzigen Zeitpunkt müssen hier alle Rücksicht auf mich nehmen und Abstriche machen. Alles muss um mich herum geplant und geregelt werden. Trotzdem versuchen wir, alles was möglich ist, damit die Kids nicht auf alles verzichten müssen. Aber es bedarf einer ständigen Absprache und Tagesplanung. Klar, dass da jeder an seine Grenzen stößt und die Kids jetzt schon lernen, was es bedeutet Schule, Hausaufgaben, Lernen, Haushalt, Einkaufen gehen, Sportverein und Amy alles unter einen Hut zu bringen. Ist an vielen Tagen nämlich alles andere als leicht. 

    Eure Yvi

  • Lichtempfindlichkeit

    Nun liege ich ja schon seit längerem in der Dunkelheit und setze mich natürlich immer mal wieder dem Tageslicht aus. Aber ihr könnt euch nicht vorstellen, wie doll dieses Tageslicht in den Augen schmerzt. Inzwischen stört schon das Licht vom WLan-Stecker, die Anzeige des Lichts auf der Uhr, das Aufblinken meine Uhr am Handgelenk und das Tageslicht allgemein. Eigentlich jegliche Form von Licht, trotz Sonnenbrille. Ich weiß schon gar nicht mehr wo ich hinschauen soll, damit ich dem Licht entgehen kann. Es ist so krass, wie stark dieses Tageslicht in den Augen schmerzt. Meistens sind es ja nicht nur die Augen die dann Schmerzen. Dazu kommen dann noch starke Kopfschmerzen, Erschöpfung und all die anderen Symptome. Und dann liegt man wieder in der Dunkelheit und merkt wie gut diese Dunkelheit meinen Augen tut. Verkehrte Welt, ich sag‘s euch. Das soll mal einer verstehen.

    Eure Yvi

  • Kleiner Vampir

    Ja, was soll ich sagen? So fühle ich mich gerade, wie ein kleiner Vampir. Die Tage werden wieder länger und heller, was total schön ist. Aber ich brauche es dunkel und das ist jetzt gar nicht mal so einfach. Und da ich nicht alleine bin, kann ich hier ja nicht überall die Jalousien runterziehen und alle im Dunkeln sitzen lassen. Da müssen ja eh schon alle durch am frühen Morgen und am späten Nachmittag/Abend, zumindest hier im Wohnzimmer. Und ich habe echt Glück, dass meine Familie das so mitmacht, Rücksicht nimmt und dies erträgt. Meine Frau hat unser Schlafzimmer neu gestaltet, wo ich mich jetzt zurückziehen und das Verdunklungsrollo runtermachen kann. So bin ich wenigsten ein bisschen vom Tageslicht abgeschirmt und kann die Zeit, bis es anfängt dunkel zu werden, entspannt ertragen. Und meine Lieben können so entspannt, vorerst noch im hellen sitzen. Hat für alle ein Vorteil, auch wenn diese Situation total beschissen ist. Hin und wieder gibt es sogar Situationen, in denen wir noch darüber Lachen können, obwohl das alles gar nicht so lustig ist. Aber wir versuchen halt das Beste aus dieser Situation zu machen und uns davon nicht runterziehen zu lassen. Ist gar nicht so einfach, dass kann ich euch sagen. Ich kann nur hoffen, dass sich dies irgendwann wieder bessert.

    Eure Yvi

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