Schlagwort: Medikamente

  • Medikamente und Nebenwirkungen

    Seit 20 Tagen nehme ich nun schon Nattokinase, Lithiumorotat und seit 19 Tagen Pravastatin ein.

    Nattokinase und Lithiumorotat sind mir dabei gut bekommen. Keine Ahnung warum das beim ersten Versuch, letztes Jahr, anders war. Diesmal läuft alles gut.

    Nur das Pravastatin macht mir Probleme. Anfänglich waren die Nerven- und Muskelschmerzen, Muskelkrämpfe sowie die Muskelschwäche auszuhalten. Aber seit fast einer Woche habe ich diese Schmerzen wieder 24h am Tag und sie sind kaum auszuhalten. Meine Schmerzgrenze ist erreicht und weit überschritten, weshalb ich mich entschieden habe Pravastatin abzusetzen.

    Mein Neurologe hatte mich auf die Nebenwirkungen von Pravastatin vorbereitet, wo ich noch ganz cool „Damit leb ich jetzt schon“ geantwortet hatte. Aber das es so schlimm wird, darauf war ich nicht vorbereitet.

    Ich ertrage viel, dass könnt ihr mir glauben. Aber ab einem gewissen Punkt geht es dann nicht mehr, irgendwann ist Schluss.

    Es gibt ja zum Glück noch mehr Medikamente, die bei einem hohen Cholesterin-Wert helfen. Ich teste da einfach weiter. Doch zum jetzigen Zeitpunkt will ich nur diese fürchterlichen Schmerzen loswerden.

    Eure Yvi

  • Zweiter Termin beim Neurologen

    Ich habe das zweite Mal in diesem Jahr das Haus verlassen und das erneut für einen Arzttermin. Nachdem ich im Januar meinen Termin absagen und verschieben musste, hat es diesmal mit meinem Termin geklappt.

    Mit einer Wartezeit von 30min – zu meinem bestellten Termin – hat sich der Neurologe wieder sehr viel Zeit für uns genommen.

    Das Resultat: 1x Blutabnahme von ca. 100-200€ (Kosten muss ich selber tragen) und 1x Blutabnahme für ca. 240€ (Kosten muss ich selber tragen). Bestimmte Blutwerte benötige ich für eine eventuelle Behandlung einer Immunapherese. Um zu schauen ob ich die Vorraussetzungen dafür erfülle, muss vorher eine spezifische Diagnostik durchgeführt werden und dazu gehören die Blutwerte, welche mich ca. 240€ kosten.

    Dazu beginne ich erneut mit den Medikamenten „Nattokinase“ , „Lithiumorotat“ und neu dazu „Pravastatin“. Im Laufe der Zeit werden noch weitere Medikamente folgen, die Liste ist da lang. Folsäure und Vitamin B12 muss ich schon seit Januar nehmen.

    Das bedeutet für mich: Monatlich kommen ca. 200-300€ , für Medikamente, auf mich zu. Off-Label-Medikamente werden nicht von den Krankenkassen übernommen. Wir müssen für unsere Gesundheit tief in den Geldbeutel greifen und selbst dafür aufkommen. Eigentlich auch ne Frechheit, dass wir die Kosten alle selbst tragen müssen.

    Um das mit den Medikamenten und eventuell möglichen Auswirkungen festzuhalten, habe ich ein Medikamenten-Tagebuch angefangen. Darin halte ich alles fest, um Nebenwirkungen und Erfolge nicht zu vergessen. Ich hoffe, dass es bei meinem Therapieplan hilft, um die richtigen Medikamente für mich herauszufinden.

    Eure Yvi

  • Medikamente abgesetzt

    Nach ein wenig Hoffnung, musste ich die Medikamente wieder absetzen. Mir ging es von der ersten Einnahme an schlechter und das hielt, in den nächsten Tagen, so an. Ich hatte Hoffnung das es sich wieder legt, aber der Zustand blieb. Tagelang Übelkeit, Magenkrämpfe, starke Kreislaufprobleme, starke Migräne und starkes Brain Fog. Nachts bin ich von starkem Herzklopfen wach geworden. Tagsüber hab ich wieder viel geschlafen und die Reizüberflutung wurde mit jedem Tag schlimmer. Meine Muskelkraft ließ noch mehr nach und mein Zustand verschlechterte sich bei allem. Nicht mal mehr ne Serie oder nen Film konnte ich zu Ende schauen. Nach kurzer Zeit musste ich abbrechen und das wiederholte sich die nächsten Tage. Auch beim Telefonieren, als ich in der Warteschleife hing, musste ich wieder auflegen. Ich hab es nicht geschafft in der Warteschleife auszuharren. Die nächsten Tagen, als ich es immer wieder versucht habe, ging das auch nicht. In diesem Zustand der Verschlechterung realisierte ich, dass es mir vorher doch ein kleines bisschen besser ging.

    Trotz allem hatte ich, an Tag 3 der Einnahme, ein positives Erlebnis. Ich wollte testen, wie mein Körper draußen reagiert und bin, mit meinem Rollator, zum Einkaufen. In das erste Geschäft bin ich mit rein, beim zweiten Geschäft blieb ich im Auto. Und während ich da saß und wartete wurde mir bewusst, dass ich die Reize (um mich herum) im 1. Geschäft etwas länger ertragen habe. Die Fatigue setzte wiederum schnell ein, aber trotzdem wollte ich noch mit in‘s 3. Geschäft. Aber schon auf dem Weg dahin merkte ich, wie sich mein Zustand verschlechtert und nichts mehr geht. Also setzte ich mich auf eine Bank und wartete auf meine Lieben.

    Zu Hause kam dann der Crash und dieser hatte es in sich. Die Medikamente nahm ich weiterhin, aber es wurde nicht besser. So setze ich nach 5 Tagen das Off-Label-Medikament ab und hoffte, dass es mir dann wieder besser ginge. Aber der Zustand blieb und so setzte ich nach 8 Tagen auch das Nattokinase ab. Und heute geht es mir auch schon wieder etwas besser. Ob das so bleibt werden die nächsten Tage zeigen.

    Mein Fazit: Mir ging es vorher, ohne die Medikamente besser. Auch wenn ich dadurch kurzzeitig mehr Reize ertragen habe, wurde dies nach/mit dem Crash (nach 3 Tagen Medikamente) alles wieder viel schlimmer. Da es mir vom ersten Tag an der Medikamente schlechter ging, glaube ich nicht, dass dies durch den Crash entstanden ist.

    Und jetzt? Jetzt werde ich erstmal 1-2 Wochen ohne Medikamente machen und versuche danach erneut das Off-Label-Medikament. Ganz so schnell geb ich die Hoffnung nicht auf. Zudem auch meine Kids voller Hoffnung waren/sind, dass die Medikamente wirken. Das strahlen in ihren Augen, auf ein bisschen Hoffnung durch die Medikamente, lässt mich weiter daran glauben und hoffen, dass es eines Tages wieder besser wird. Und wer weiß, vielleicht läuft es beim 2. Versuch ja besser. Ich werde euch dahingehend definitiv auf dem laufenden halten.

    Eure Yvi

  • Arztbesuch beim Neurologen

    Eigentlich verlasse ich kaum noch das Haus und gehe auch nur in „dringenden Notfällen“ zum Arzt. Ein Besuch beim Neurologen war eigentlich schon längst überfällig. Aber so einfach kommt man an solche Ärzte auch gar nicht mehr ran. Alle sind belegt und voll, keine „Neuen Patientenaufnahme“ heißt es überall. Doch durch einen Code auf dem Überweisungsschein, kann man den Terminservice der KV nutzen und bekommt so relativ schnell einen Termin. Und so hatte ich Glück, dass ich einen Termin bei meiner neurologischen Wunschpraxis bekommen habe.

    Arztbesuche sind nicht nur körperlich schwer, auch die Angst vor Aussagen wie „Das ist nur psychosomatisch“ oder „Sie müssen sich mehr Bewegen. Mit rumliegen bekommen Sie den Körper auch nicht fit“ oder oder oder. So viele Aussagen die uns zu Ohren kommen und dafür sorgen, dass man Arztbesuche meidet. Aber auch, weil ein Arztbesuch einen Crash verursachen kann.

    Bei meinem Arztbesuch beim Neurologen dachte ich auch erst, dass es in dieselbe Richtung verläuft. Das Anamnese Gespräch verlief anders als erwartet. Ich war schon kurz davor abzubrechen. Aber nach einer Weile sagte er Sätze, die ich erst gar nicht glauben konnte. Wir beiden trauten unseren Ohren nicht. Er wusste ganz genau wovon er spricht und war mit der Symptomatik vertraut. Ich war auch nicht die erste Patientin mit Post COVID und Me/CFS. Das Gespräch lief in eine gute Richtung und ich war so unendlich dankbar dafür. Er war und ist wirklich bemüht mir zu helfen.

    So bekam ich ein Krankenhaus als neue Anlaufstelle, die spezialisiert auf diese Erkrankung sind und wo ich mich melden sollte. Dort habe ich mich auch schon gemeldet und muss jetzt schauen, wie die Wartezeiten sind. Laut Aussagen anderer Patienten gibt es dort eine sehr lange Warteliste.

    Dazu habe ich ein Nahrungsergänzungsmittel und ein Off-Label-Medikament bekommen, die ich testen werde.

    Nattokinase: Es kann bei der Auflösung von Blutgerinseln helfen, unterstützt das Herz-Kreislauf-System und kann den Blutdruck senken. Zusätzlich ist es Entzündungshemmend.

    Off-Label-Medikament: Es unterstützt das Nervensystem, indem es den oxidativen Stress reduziert und die zelluläre „Reinigung“ fördert. Es kann die kognitiven Funktionen unterstützen, wodurch Aufmerksamkeit und Gedächtnis unterstützt werden. Dazu hat es eine schützende Wirkung auf die Nervenzellen, welche das Risiko von Alzheimer und Demenz reduzieren können.

    Beide Medikamente zusammen kamen ca. 104€ und reichen für 3. Monate.

    Und damit starte ich jetzt. Aber wie bei vielen anderen Medikamenten, ist auch hier ein paar Tage abzuwarten, bevor man etwas von der Wirkung merkt bzw. eine eventuelle Besserung verspürt.

    Bislang habe ich von Menschen, die diese Nahrungsergänzungsmittel nehmen oder getestet haben, nur positives gehört. Ob ich dazu gehöre wird sich zeigen. Aber erstmal gehen wir vom positiven aus.

    Und dann stehen noch Bluttest‘s an, die ich zwar selber zahlen muss, aber wichtig für weitere Therapien bzw. Therapieansätze sind. Die Kosten liegen da bei 100-200€.

    Ich werde definitiv berichten und euch auf dem laufenden halten, wann immer es körperlich geht.

    Nachtrag: Nur leider ist er bei der Anamnese durcheinander gekommen und hat diese falsch dokumentiert. Was bei den vielen Daten schon mal passieren kann. Da mir dies leider erst später aufgefallen ist, habe ich ihm einen Brief geschrieben, in denen die wichtigsten Kerndaten korrekt und mit Datum standen. Diesen Zettel nehme ich jetzt immer mit zu Ärzten, weil dort wirklich alles von der 1. Corona-Infektion, Impfung, Beginn der Symptome, getestete Medikamente, ab wann Pflegegrad und so weiter aufgelistet ist. Man hat ja doch nicht mehr alles so im Kopf oder abrufbereit. Somit werden meine Daten hoffentlich nicht mehr falsch dokumentiert. Dies ist mir nämlich auch schon in anderen Arztberichten aufgefallen.

    Eure Yvi

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