Schlagwort: Hilfsmittel

  • Dekubitus-Matratze

    Nachdem schon ein Dekubitus-Sitzkissen her musste, muss jetzt auch eine Dekubitus-Matratze her. Ich wusste ehrlich gesagt nicht, dass es sowas gibt. Da ich 24/7 liege und die Schmerzen unerträglich sind – was ein liegen dadurch sehr schmerzhaft macht – haben wir gesurft und geschaut was es da gibt. Zum Glück habe ich noch keine offenen Stellen, sonst wäre es wahrscheinlich noch schwieriger geworden.

    Als mir die Dekubitus-Matratze angezeigt wurde war sofort klar, dass dies meine Lösung ist. Also hab ich mich von einem Fachberater vom Sanitätshaus beraten lassen und gleich eine Dekubitus-Matratze in Auftrag gegeben.

    Ich hoffe, dass sie von der Krankenkasse genehmigt wird und mir den Schmerz im liegen nimmt.

    Mein Dekubitus-Sitzkissen habe ich erst seit gestern. Man merkt definitiv einen unterschied zum normalen Kissen. Nur durch die Schmerzen lässt sich das alles noch nicht bewerten. Trotzdem bin ich dahingehend positiver Dinge.

    Eure Yvi

  • Anti-Dekubitus-Sitzkissen

    Ich hätte nie gedacht, dass ich sowas mal brauchen würde. Aber es kam der Tag, an dem ich vor Schmerzen nicht mehr sitzen konnte. Selbst im liegen ist es schon manchmal schwer. Also musste eine Lösung her. Ich suchte nach einem Sitzkissen für meinen Rollstuhl und gleichzeitig eins was auch mit auf einen Stuhl oder ins Bett kann. Denn dieses Sitzkissen muss dahin, wo auch immer ich sitze, damit es meine Schmerzen lindert.

    Bevor ich mir ein Anti-Dekubitus-Sitzkissen verordnen lassen hab, habe ich natürlich erstmal online danach suchen lassen. Auswahl gab es viel. Da ich gelesen habe, dass man solche ein Sitzkissen auch über die Krankenkasse beantragen kann, hab ich das natürlich gemacht. Würde ja dann auch gleich zu meinem neuen Rollstuhl passen.

    Also habe ich mir ein Anti-Dekubitus—Sitzkissen verordnen lassen und gleich im Fachgeschäft eingereicht. So kann ich sicher gehen, dass es zu meinem neuen Rollstuhl passt. Aber das auch ein einfacher Antrag für ein Sitzkissen so umfangreich ist, damit hab ich nicht gerechnet.

    Was jetzt nämlich neu (beziehungsweise neu irgendwann eingeführt wurde) ist, man muss einen Erhebungsbogen von der Krankenkasse ausfüllen. Ohne diesen Erhebungsbogen passiert nichts. Als ich diesen Erhebungsbogen sah, dachte ich ich spinne. Für ein Anti-Dekubitus-Sitzkissen muss ich das alles ausfüllen? Fragen über Fragen für ein Sitzkissen? Das hat mich total überfordert und es setzte ein Gefühl von „wieder rechtfertigen“ ein.

    Ich hab es nicht verstanden, warum ich für ein Anti-Dekubitus-Sitzkissen so viele Fragen beantworten muss. In meinem Zustand ist dieser Papierkram echt schlimm und nicht möglich. Aber da ich solch ein Sitzkissen benötige, wurde dieser Ergebungsbogen ausgefüllt.

    Und ich hatte Glück, das Dekubitus-Sitzkissen wurde mir bewilligt.

    Begreifen tu ich trotzdem nicht, warum solch ein Erhebungsbogen mit so vielen Fragen nötig ist. Ich meine, man lässt sich sowas doch nicht aus Spaß oder Langeweile verschreiben. Es gibt doch einen Grund das ich solch ein Anti-Dekubitus-Sitzkissen benötige.

    Eure Yvi

  • „Adaptivrollstuhl“ BEWILLIGT

    Nach Monaten des Bangens und Hoffens und der Ablehnung kam heute das Schreiben.

    Ich kann es kaum glauben und mir stehen immer noch die Tränen in den Augen, aber heute kam die Bewilligung für meinen Adaptivrollstuhl.

    Ich bin überwältigt davon, dass mir der dringend benötigte Rollstuhl bewilligt wurde. In wenigen Wochen wird er bei mir sein und mir ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen. Er wird mir nicht nur bei meinen Aktivitäten und Ausflügen einiges erleichtern, sondern auch für mein körperliches Wohlbefinden von großer Bedeutung sein.

    In mir sind gerade so viele Emotionen von Dankbarkeit und Glück, dass mir dieser Adaptivrollstuhl bewilligt wurde. Aber glauben kann ich es erst, wenn er hier vor mir steht. Ich freue mich sehr darauf, ihn nutzen und damit am Leben teilhaben zu können.

    Eure Yvi

  • Türklingel als Hilfsmittel

    Durch meinen gesundheitlichen Zustand benötige ich öfters Hilfe und kann mich, je nach körperlichen Zustand, auch nicht immer von meiner Dunkelkammer aus bemerkbar machen.

    Wenn es mir möglich ist rufe ich mal, schreibe übers Handy oder rufe mit dem Handy an. Aber selbst das ist oft schon zu viel und es gibt Tage an denen das nicht möglich ist. Da immer mal was passieren kann und ich in eine Situation gerate in der ich Hilfe benötige, kam ein Hausnotrufknopf ins Gespräch. Aber nicht immer benötige ich einen Rettungswagen. Manchmal ist es nur die Hilfe um aufzustehen, um mich zur Toilette zu begleiten oder wenn ich mal was brauche. Und Hilfe benötige ich ständig, daher kam dieser Hausnotrufknopf nicht in Frage.

    Daher suchten wir nach einer anderen Lösung/Möglichkeit. Vor einiger Zeit hatten wir ein Klingelsystem entdeckt was in Frage kommen würde, welches aber ziemlich teuer war. Von daher wurde dieser Gedanke wieder verworfen. Und dann entdeckten wir diese Tragbare drahtlose Türklingel für gerade mal 6€. Wir haben nicht lange überlegt und sie uns geholt. Das gute ist, man kann bis zu 8 weitere Glocken mit der Türklingel verbinden. So kann jedes Zimmer eine Glocke bekommen. Und wenn ich jetzt auf den Klingelknopf drücke, klingelt es in allen Zimmern, wo die Glocke steht. Und das ist gar nicht so verkehrt, dann kommen gleich alle. Den Klingelton kann man in 4 Stufen (extrem laut bis leise) einstellen. Man kann sogar die Klingeltöne verändern, aber das haben wir noch nicht getestet.

    Jetzt kann ich von meiner Dunkelkammer aus, mit meinem Klingelknopf, ins Wohnzimmer und in die Kinderzimmer läuten und schon kommt jemand bei mir angerannt. Das war genau das, was wir für meine Situation gesucht haben. Und wieder sind es die kleinen Dinge, die einen Glücklich machen und einem helfen, ohne das man darum betteln oder kämpfen muss.

    Man muss sich einfach nur selbst zu helfen wissen und kreativ werden.

    Eure Yvi

  • „Adaptivrollstuhl“ ABGLEHNT

    Vor ca. 5-6 Wochen habe ich einen neuen Rollstuhl beantragt und nun wurde dieser abgelehnt. Und als Begründung wurde einfach mal das „transportieren im Auto“ angegeben.

    Aber fangen wir von vorne an. Bei einem Beratungseinsatz einer Häuslichen Krankenpflege wurde mir dieser Rollstuhl empfohlen und als notwendig angesehen. Ein Adaptivrollstuhl nach Maß, mit verstellbarer Rücken- und Fußlehne und Kopfstütze. Also habe ich mir dafür ein Rezept ausstellen lassen und diesen beantragt. Ein Anruf von der Krankenkasse folgte und man empfahl mir ein „Multifunktionsrollstuhl“ der ja genauso wie ein „Adaptivrollstuhl“ ist. Ein Gespräch mit einem Fachberater vom Sanitätshaus folgte und man erklärte mir die unterschiede der beiden Rollstühle. Es blieb dabei, ich beantragte einen Adaptivrollstuhl, weil dieser meinem körperlichen Bedarf entsprach.

    Nach 4 Wochen kam immer noch keine Entscheidung, was mich sehr wunderte. Es fehlte etwas in dem Antrag, weshalb es erstmal intern abgelehnt wurde ohne das ich davon was mitbekommen habe. Nachdem alles vollständig nachgereicht wurde, kam 1 Woche später erneut ein Anruf von der Krankenkasse. Man fragte mich wozu ich diesen Rollstuhl benötige. Immerhin habe ich ja einen Rollator und einen Rollstuhl. Also erklärte ich mich, was dem Mitarbeiter nicht reichte und er mir wieder den Multifunktionsrollstuhl anbot, da der Adaptivrollstuhl zu teuer war. Draufhin erklärte ich, dass dieser Rollststuhl ja auch ins Auto passen müsste.

    Und ein Multifunktionsrollstuhl ist schwer, unhandlich, hat eine kompakte Bauweise. Dazu lässt er mich nicht selbst agieren, wenn es mir möglich wäre und würde mich massiv in meiner Selbständigkeit einschränken. Auch draußen ist er nur schwer zu schieben, was dann wiederum die Person betrifft, die mich schiebt. Und dann die Rampe bei uns im Haus, dort würde dieser Rollstuhl beim hochschieben auch eine Herausforderung darstellen.

    Der Mitarbeiter von der Krankenkasse blieb am Auto hängen und meinte, dass sie dafür nicht aufkommen können. Ich erklärte nochmals, dass er nicht „nur“ für‘s Auto ist, aber ich muss ja auch daran denken, dass ich mit dem Rollstuhl zu Arztterminen muss. Er verwies mich erneut an den Multifunktionsrollstuhl, wodurch ich meine Tränen nicht mehr zurückhalten konnte.

    Wenig später folgte die Ablehnung, auf Grund dessen, dass ich den Adaptivrollstuhl im Auto transportieren möchte.

    Ein Grund, der für mich nicht nachvollziehbar ist. Für die Krankenkasse aber anscheinend ein toller Grund, um diesen teuren Rollstuhl nicht bezahlen und genehmigen zu müssen. Da scheint das Wohl und die bestmögliche sinnvollere Nutzung eines Hilfsmittel nicht ausschlaggebend zu sein. Ich bin es ja nur, die sich mit diesem Rollstuhl rumschlagen muss. Und natürlich die Person, die mich in diesem Multifunktionsrollstuhl schiebt und ihn dann die Schräge hochbekommen muss.

    Ganz ehrlich, da kann ich dann auch weiterhin in meiner Wohnung eingesperrt bleiben. Wen interessiert das schon?

    Aber wem erzähle ich das? Ihr wisst ja selbst wie schwer das ist, wenn man etwas braucht und dann aus irgendwelchen Gründen abgelehnt wird. Da bin ich ja kein Einzelfall.

    Eure Yvi

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