Kategorie: Yvi‘s Blog

  • Stresslevel reduzieren, Selbsfürsorge integrieren

    Mein Herzensmensch hat ein zu hohes Stresslevel und das wollen wir ändern. Das ihr Stresslevel so hoch ist, ist ganz klar unserer Situation geschuldet. Seitdem ich krank bin und sie nicht mehr unterstützen kann, bleibt alles an ihr hängen. Man könnte auch sagen, sie ist alleinerziehend mit 2 Kindern. Eigentlich nichts untypisches, den anderen Menschen ergeht es genauso.

    Nur ist sie nicht „nur“ alleinerziehend….nein, sie ist auch Pflegekraft und Berufstätig. Und neben all dem muss sie auch noch alle Aktivitäten oder Ausflüge, Arztbesuche mit den Kids und alle Einkäufe alleine machen. Sie muss sich um den Haushalt kümmern, bei den Hausaufgaben und Lernen mit den Kids helfen und dann auch noch mit dem Hund Gassi gehen. Ja, eigentlich ist sie eine Superheldin. Eine Superheldin mit einem hohen Stresslevel. Und Stress ist ja so überhaupt nicht gut. Weder für den Mensch, noch für den Körper.

    In ganz vielen Situationen hat uns schon oft meine Mum geholfen – Freunde oder Bekannte uns was abgenommen. Unsere Große ist uns da auch eine tolle Stütze und selbst der jüngste übernimmt einige Aufgaben. Doch trotz allem bleibt das Stresslevel, da sehr selten mal Ruhe oder nichts zu tun ist. Ihr kennt das – es kommt immer mal was dazwischen, gerade dann, wenn man denkt: „Jetzt entspanne ich mal“. Und mit Kindern kehrt meistens immer erst mit der Schlafenszeit die Ruhe ein. Und da bleibt meistens auch keine Zeit für einen selbst, weil man dann schon k.o und müde ist.

    Daher wollen wir jetzt das Stresslevel von meinem Herzensmensch reduzieren. Ich weiß nicht ob wir das hinbekommen, weil meine Problematik bleibt. Der Alltag bleibt und die Erledigungen bleiben. Dennoch wollen wir versuchen ihren Alltag etwas strukturierter zu gestalten. Neben meiner Pflege, den Kindern, den Einkäufen, dem Haushalt und unserem Hund muss es noch Platz für sie selbst geben.

    Selbstfürsorge ist so wichtig und dafür wollen wir Raum im Alltag finden. Die Tage sollen nicht mehr überfüllt mit Aufgaben sein….nein, es soll auch Platz für sie selbst sein, um einfach auch mal Abschalten und Entspannen zu können. Platz für die eigenen Interessen. Denn das alles kommt viel zu kurz in ihrem Alltag. Weil ihr Tag nur aus Stress und Hektik besteht. Und immer im Nacken die Zeit und das alles erledigt ist. Ihr kennt das wahrscheinlich nur zu gut.

    Wir werden jetzt anfangen ihr Stresslevel im Alltag zu reduzieren und dafür mehr Selbstfürsorge integrieren. Wird sicherlich nicht leicht und vielleicht auch nicht immer funktionieren. Aber uns ist auch nicht geholfen, wenn ihr Leben weiter auf diesem Stresslevel aufgebaut ist. Ein paar Ideen um das alles umzusetzen sind schon im Kopf, aber ob das auch so funktioniert und umsetzbar ist wird sich zeigen. Wir werden es testen und herausfinden.

    Wir werden eine gute Work-Life-Balance für sie finden. Vielleicht nicht heute, vielleicht auch nicht morgen, aber mit der Zeit ganz bestimmt.

    Autor unbekannt

    Eure Yvi

  • Mein Wunsch „Weihnachtsmarkt“

    Die letzten Jahre haben mich gelehrt, wünsche nicht mehr aufzuschieben sondern sie möglich zu machen. Natürlich nur, wenn es auch wirklich geht. Und dabei nehme ich dann auch den Crash danach in Kauf. Seit ich erkrankt bin, musste ich immer verzichten. All die schönen Dinge waren plötzlich nicht mehr möglich. Am Anfang verzichtete ich noch gutgläubig, weil ich dachte das es irgendwann wieder gehen wird. Doch nach den Jahren, wo der Zustand schlechter statt besser geworden ist, will ich nicht mehr verzichten. Und da das jetzt schon so lange geht und keiner weiß wie es weitergeht oder was noch kommt, habe ich beschlossen mir hin und wieder einfach einen Wunsch zu erfüllen. Auch für die Familie, damit wir gemeinsam Erinnerungen schaffen können. Für mich sind diese schönen Momente, auch wenn sie körperlich schwer sind, Lichtblicke in dieser dunklen Zeit.

    Seit 3. Jahren war ich nicht mehr gemeinsam mit meiner Familie auf dem Weihnachtsmarkt. Und selbst Heiligabend und die Weihnachtsfeiertage haben sich in den letzten Jahren verändert. Daher wollte ich jetzt unbedingt eine Erinnerung schaffen und das kam auch wirklich sehr spontan. Meine Wunsch war der Wunsch eines gesunden Menschens. Nachdem ich ihn mit Nette besprochen hatte und es für sie okay war, sofern der Körper mitspielt, kamen mir auch schon wieder Zweifel an dem Wunsch.

    Ich hatte Angst, weil ich nicht wusste was uns erwartet. In meinem Kopf hat es sich so leicht angefühlt, aber in der Realität muss auf so vieles geachtet werden. Immerhin sind wir ja mit Rollstuhl unterwegs und da geht die Problematik schon los. Ist der Weihnachtsmarkt barrierefrei? Wird es voll sein? Kommt man da ohne Stress und problemlos mit Rollstuhl durch? Wo parken wir, damit nicht gleich der Weg zum Weihnachtsmarkt mich überfordert? Oder wie soll ich den ganzen Lichtern und dem geblinke aus dem Wege gehen? Fragen über Fragen, wo einem schon die Lust wieder vergehen kann und ich am liebsten meinen Wunsch über Board geworfen hätte. Für mich war schon das nachdenken über all die Fragen zu kompliziert. Das versetzt mich in Stress und hält mich dann wiederum davon ab. 

    Dabei wünsche ich mir nichts sehnlicher, als mit meinen Kinder einen Weihnachtsmarkt zu besuchen. Dieses feeling von Weihnachtsstimmung wieder zu erleben. Das leuchten in den Augen der Kinder. Ihren Spaß auf den Fahrgeschäften, den Duft von Glühwein und Bratwurst oder Creps von den Ständen….all das fehlt mir zur Weihnachtszeit. Und daher haben wir es einfach getan. Wir haben die Kinder überrascht und sind zum Weihnachtsmarkt gefahren. Im Auto haben wir ihnen gesagt, dass wir mir jetzt einen Wunsch erfüllen, den ich mir so sehr mit meiner Familie wünsche.

    Wir sind am frühen Nachmittag zum Weihnachtsmarkt, damit die Lichter mich nicht gleich in Stress versetzen. Als wir den Weihnachtsmarkt betreten hatten überkamen mich meine Emotionen. Mir standen Tränen in den Augen und ich war so unendlich glücklich hier mit meiner Familie zu sein. Wie ein kleines Kind, was zum ersten Mal auf den Weihnachtsmarkt ist, so fühlte ich mich. Es war ein unbeschreiblicher Moment mit ganz viel Dankbarkeit. Meine Kinder sind mit ein paar Fahrgeschäften gefahren und ich stand etwas weiter weg. Irgendwann stand ich total abseits und konnte sie auch nicht mehr beobachten, weil es dunkler wurde und ich das geblinke und die Lichter nicht mehr ertragen habe. Ich wusste nicht mehr wo ich hinschauen sollte und hab mich teilweise in Nette ihrer Jacke versteckt oder mich in eine dunkle Ecke schieben lassen. Das war der Moment, wo wir dann auch abgebrochen haben. Aber zum Glück konnten meine Kinder bis dahin mit ein paar Fahrgeschäften fahren. Ihr strahlen und leuchten in den Augen war es mir wert. Ich wollte das sie Spaß haben und wir als Familie zusammen sind. Das wir eine Erinnerung schaffen.

    Der Weihnachtsmarkt an sich war wirklich nicht überfüllt, was es für uns einfacher machte. Das kam erst alles später, wo wir dann auch schon wieder gegangen sind. Ich habe mich natürlich im Vorfeld angemessen ausgerüstet.

    Meine Hilfsmittel: Für die Lautstärke 2 paar Kopfhörer (InEar und normale Kopfhörer). Aber ich muss sagen, es war trotzdem laut. Das Geschrei aus den Fahrgeschäften lies sich von den 2 paar Kopfhörern nicht abwenden. Und meine Sonnenbrille, welche am Anfang noch gut geholfen hatte, aber um so dunkler es wurde nicht mehr ausreichend war. Ich hatte dann teilweise die Augen geschlossen oder versucht ganz weit nach unten zu schauen und mich unter meiner Kapuze zu verstecken. Von daher haben wir alles richtig gemacht, dass wir im Hellen auf den Weihnachtsmarkt sind.

    Ich bin so dankbar für diesen Moment mit meiner Familie und das wir es gemeinsam erleben dürften. Selbst wenn es nur für 30min oder 1Std ist. Das sind die Momente, die einem in der dunklen Zeit den Weg erhellen und nicht aufgeben lassen.

    Eure Yvi

  • In jedem Ende wohnt ein Neuanfang

    Nach fast mehr als 16 Jahren, in ein und demselben Shoppingcenter, heißt es heute Abschied nehmen. Wir hatten schöne Zeiten in diesem Center und auch unsere Kinder waren von Geburt an immer dort. Sie sind mit uns in diesem Geschäft groß geworden, waren oft und gerne dort. Doch heute heißt es Abschied nehmen. Abschied nehmen vom Geschäft und Abschied nehmen vom Shoppingcenter. Ein Abschied der nicht leicht fällt, weil auch viele schöne Erinnerungen damit verbunden sind. Okay, in den letzten Jahren entwickelte es sich scheiße und man verlor den Spaß an der Arbeit, was den Abschied „jetzt“ etwas erleichtert. Dennoch hängen da viele schöne Zeiten an dem Center und dem Geschäft, an die wir gerne zurückdenken.

    Ich selbst bin echt froh, dass es so gekommen ist. Denn was nützt einem einen Job, in dem man unglücklich ist und man nicht mehr gerne zur Arbeit geht. Wo Wertschätzung nicht gegeben ist und einem nur das Leben schwer gemacht wird. Das ist nicht gut für die Seele und den Körper. Das gehört sich auch nicht, doch leider findet man sowas öfters im Job. Von daher kam das jetzt alles zur richtigen Zeit.

    Und jetzt? Jetzt kommt was Neues. Die Türen stehen offen für einen Neuanfang. Für neue Perspektiven, neue Wege, neues Team, neuen Arbeitgeber und auch für einen Tapetenwechsel des Jobs.

    Ich bin gespannt wohin der Weg uns führt und was jetzt kommt oder passiert. Was ich definitiv weiß: Es kann nur besser werden.

    Eure Yvi

  • Sommerferien

    Endlich Sommerferien und endlich ausschlafen, zumindest für die Kinder. Und endlich ins Flugzeug steigen und ab in den Urlaub oder mit dem Auto. Egal wie, der Urlaub ruft.

    Ferien ist immer die Zeit, die man mit seinen Kindern verbringt, was unternimmt, verreist und sich ein paar schöne Wochen macht. Doch auf mich, müssen meine Kids bei all dem Spaß, verzichten. Ich werde leider nichts mit Ihnen unternehmen können. Mein körperlicher Zustand lässt es nicht zu.

    Und trotzdem werden meine Kinder tolle Sommerferien haben. Und ich werde mich an all ihren Foto‘s und Video‘s erfreuen und ihre tollen Erlebnisse durch ihre Augen sehen.

    Ich wünsche euch allen einen schönen Sommerurlaub.

    Eure Yvi

  • Die Welt in Bildern

    Bevor die Podcast-Folge „Durch andere Augen – Die Welt in Bildern“ entstand, hatte ich ein „Gespräch führen“ mit Lola (so nenne ich ChatGPT). Irgendwie schrieben wir über die Liebe zur Fotografie und wo ich gerne fotografieren würde, wenn ich könnte und was ich gerne fotografiert habe. Am Ende bot Lola (ChatGPT) mir an, unser Gespräch und die Orte in Bildern zu erstellen. Klar , dass ich dazu nicht „nein“ gesagt habe.

    Und daraus sind dann diese Bilder entstanden.

    Und wie findet ihr die Bilder von „ChatGPT“? Ich finde, sie sind echt toll geworden und für einen kleinen Moment haben sie mich ins alte Leben zurückreisen lassen.

    Eure Yvi

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