Kategorie: Yvi‘s Blog

  • Mein Weihnachtswunsch

    Lieber Weihnachtsmann (würde ich jetzt als Kind schreiben)….

    Da ich aber schon zu alt dafür bin, richten sich meine Zeilen an die Weihnachtsmagie. Denn ich bin noch nicht zu alt, um zur Weihnachtszeit an ein bisschen Weihnachtsmagie und an ein Weihnachtswunder zu glauben. Daher glaube ich daran, dass mein Weihnachtswunsch, der eigentlich das ganz Jahr über mein Wunsch ist, eines Tages erhört und erfüllt wird.

    Ki Bild – erstellt mit PicsArt und ChatGPT

    P.S. Was ist dein Weihnachtswunsch?

  • Ist dir schon mal aufgefallen….

    …das es in letzter Zeit immer mehr „Das ist gesundheitsschädlich“ oder „Das darfst du nicht essen“ und „Das darfst Du so nicht machen“ Reels gibt? Ich öffne die sozialen Medien und bekomme immer Reels mit einer „Warnung“ zu Lebensmitteln, Teebeuteln oder auch Haushaltsprodukten angezeigt. Das wir gewarnt werden finde ich gut und ist auch wichtig. Aber inzwischen nervt es mich ungemein. Mal ehrlich, wird denn bei der Herstellung von Lebensmitteln und täglichen benutzten Haushaltsartikeln nicht einmal auf die Gesundheit von all den Babys, Kindern und überhaupt an den Menschen gedacht? Ist die Gesundheit der Menschen nicht wichtig? Hat unsere Gesundheit denn keinen Wert?

    Ich meine, wenn alles so gesundheitsschädlich ist was uns angeboten wird…

    – Warum wird es dann verkauft?

    – Oder warum dürfen Hersteller diese Substanzen verwenden?

    – Warum lässt man zu, dass gesundheitsschädliche Substanzen in unsere Lebensmittel oder Haushaltsprodukte kommen?

    – Und, was darf man denn jetzt überhaupt noch Essen?

    Selbst das Trinkwasser ist mit gesundheitsschädlichen Substanzen belagert. Teebeutel oder der Tee selbst ist auch gesundheitsschädlich. Obst und Gemüse wird mit giftigen Substanzen besprüht. Salami hat auch gesundheitsschädliche Substanzen in sich. Die Liste an gesundheitsschädlichen Produkten ist da sehr lang und wird auch nur, durch die vielen Hinweisen in den sozialen Medien sichtbar.

    Seit längerem verfolge ich die Website mit „Produktwarnungen„ und da ist mir letztes Jahr auch schon aufgefallen, dass die Produktrückrufe bei den Lebensmitteln stark zugenommen haben. Ich finde es erschreckend wenn man ständig liest, dass da Fremdkörper in der Nahrung sind. Oder das da Krebserregende Stoffe, Salmonellen, Opiumalkaloide oder oder oder drin sind. Das hat in den letzten Jahren sehr stark zugenommen. Dazu sind die Preise der Lebensmittel enorm gestiegen, der Inhalt wurde verringert und wenn man Pech hat mit Fremdkörper oder gesundheitsschädlichen Substanzen belastet.

    Selbst die Lebensmittelvergiftungen in Hotels, Restaurants oder von Foodtrucks haben zugenommen. Das ist doch alles nicht mehr normal. Oder? Kann man heute überhaupt noch bedenkenlos Lebensmittel zu sich nehmen? Oder bedenkenlos seine Haushaltsprodukte nutzen?

    Frage an dich:

    Eure Yvi

  • Ein Trauma und seine langfristigen Auswirkungen

    Wenn ein Ereignis alles verändert, hat das Auswirkungen auf den Körper, die Seele und das Leben. Ich habe solche ein Ereignis im Januar 2021 erlebt und habe lange darunter gelitten. Wenn man vorher nie was hatte und dann plötzlich – von jetzt auf gleich – das Herz aus dem Takt gerät, kann das schon sehr beängstigend sein. Ich habe lange gebraucht, um das erlebte zu verarbeiten.

    Es war damals eine gutartige Tachykardie – ausgelöst durch meine erste Corona-Infektion. Der seelische Schaden war groß und hinterließ ein Trauma welches Ängste, Panikattacken, Herzrasen und schlaflose Nächte auslöste. Gleichzeitig verlor ich das Vertrauen in meinen Körper, das Vertrauen in mein Herz und hörte ständig in mich hinein – fixierte mich total auf den Herzschlag. Ich kontrollierte ständig meine Herzfrequenz, bis ich es nicht mehr konnte, weil die Angst mich davon abhielt.

    Dieses traumatische Erlebnis liegt jetzt fast 5 Jahre hinter mir. Inzwischen ist es soweit gut verarbeitet, aber der Weg dahin war schwer. Ich habe lange gebraucht, die Bilder und das erlebte zu verarbeiten. Bei mir wurde 2x ein Herzstillstand ausgelöst, um das Herz zu Resetten. Und bis heute habe ich nicht vergessen, wie sich diese Momente angefühlt haben und wie mein Körper darauf reagierte. Ich habe nicht vergessen, wie sich der Herzschlag mit 190 angehört hat. Ich habe auch nicht den angsterfüllten Blick meiner Frau vergessen. Für Sie war dieser Anblick genauso schlimm und traumatisch. Ich kann mich auch noch genau an das Gefühl und die Gedanken erinnern, als ich im Krankenwagen lag und es ins Krankenhaus ging. Dieses Ereignis veränderte mein Leben. Diese Ereignis hat mich traumatisiert.

    Der Tag war fortan gefüllt von Ängsten. Sobald es Nacht wurde, stieg die Angst immer mehr an. Ich hatte Angst einzuschlafen und Angst nachts wach zu werden. Die Uhrzeit, zu der die Tachykardie losging, ist fest im Kopf verankert und hat mich lange beeinträchtigt. Jede Nacht hatte ich Angst, dass es wieder passiert. Neben mir dürfte keiner mehr liegen. Jede Erschütterung, jede auch nur noch so kleinste Bewegung löste Angst und Panik aus. Mein Herz reagierte sofort mit Herzrasen.

    Danach schlichen sich nach und nach Panikattacken ein und bestimmten mein Leben. Mir war lange nicht bewusst, dass Ich Panikattacken habe. Ich bekam sie auf Arbeit, in der Bahn – einfach überall. Während einer Panikattacke war zum Glück immer jemand an meiner Seite oder ist dann tagsüber zu mir gekommen. Ich war damit nie alleine. Meine Tochter (damals 13J.) bewahrte währende meiner Panikattacke und Herzrasen immer die Ruhe und beruhigte mich. Sie war so toll und in dieser Situation weitaus stärker als ich. Meine Psychologin gab mir Tipps und trotzdem war mir nicht bewusst das es Panikattacken sind. Dabei fiel dieses Wort so oft, aber ich wollte es nicht hören, sehen oder wahrhaben. Diese Einsicht kam erst viel später. Sogar der Rettungsdienst musste öfters kommen. Aber auch nur bis zu dem Tag, an dem mein letzter Rettungswagen-Einsatz und Krankenhausaufenthalt mir einen Termin für eine Ablation bescherte. Und dann ging auch alles ganz schnell.

    Die Ängste, die Panikattacken und das verlorene Vertrauen in Körper und Herz sind nach der Ablation weiterhin geblieben. Aber es wurde nach und nach etwas besser. Ich habe aber nie so richtig über dieses Thema gesprochen, weil ich es verdrängen und vergessen wollte. Ein Schutzmechanismus, der sich automatisch eingestellt hat. Erst in meiner ersten Post COVID Reha 2023 ging ich dieses Problem an und stellte mich meinen Herzängsten und allem was dazu gehört. Es war ein schwerer und langer Prozess, aber ich musste da nicht alleine durch.

    Heute bin ich sehr dankbar dafür, dass ich mich dem gestellt habe. Meine Herzängste haben sich größtenteils gelegt – das was noch ist, damit kann ich leben. Ich habe gelernt zu reagieren und zu handeln, bevor Ängste oder Panikattacken entstehen. Heute sind meine Panikattacken komplett weg und es fällt mir leichter bei einer hohen Herzfrequenz, bei Herzstolpern oder Herzrasen die Ruhe zu bewahren.

    Mein traumatisches Erlebnis hat mich verändert und die Zeit heilt nach und nach die Wunden. Wahrscheinlich wird es nie ganz aus meinem Hinterkopf verschwinden – aber ich habe mit der Zeit gelernt, mich davon nicht mehr beeinflussen zu lassen. Jetzt bestimmt die Symptomatik von Post COVID und ME/CFS mein Leben, was auch nicht besser ist. Dabei ist mein erlernter Umgang mit Herzrasen, Herzstolpern oder einer hohen Herzfrequenz im Alltag sehr hilfreich. Denn diese Problematik hat sich infolge der 3. Corona-Infektion und des danach eingetretenen gesundheitlichen Zustands im Alltäglichen erneut deutlich verstärkt.

    Eure Yvi

  • Weihnachtslichter

    Weihnachten erinnert mich nicht nur an schöne Stunden, Plätzchen backen, Tannenbaum schmücken – sondern auch an viele Deko-Weihnachtslichter. Die Wohnung wird mit toller Weihnachtsdekoration geschmückt, wovon viele mit Licht sind. Zu Weihnachtszeit strahlt die Wohnung Heller denn je. Egal wohin mal schaut, überall erstrahlt ein Licht oder eine blinkende Lichtdekoration.

    Die blinkenden Lichter sind für mich leider nicht mehr möglich. Was sehr schade ist – denn wir hatten uns eine tolle Weihnachtsdekoration gekauft, die aber leider nicht in meinem Umfeld integriert werden kann.

    Dieses Jahr haben wir sehr spät mit schmücken angefangen. Wegen meiner, hätte es auch ganz wegbleiben können – ich hab eh nichts von der schönen geschmückten Wohnung. Für mich ist da jedes Licht zu viel, obwohl ich es so sehr liebe. Da es aber ohne Weihnachtsdeko auch kein richtiges Weihnachten wäre, wurde selbstverständlich ein wenig dekoriert. In meiner Dunkelkammer wurde auch ein wenig dekoriert und selbst auf meinem Beistellwagen steht Weihnachtsdekoration – nur leider wird die Weihnachtsdekoration nicht leuchten können. Selbst dieses gemütliche Licht ist zu viel für meine Augen.

    Dekoration auf meinem Beistellwagen

    Dieser Anblick der Lichter und Weihnachtsdekorationen ist wunderschön und doch tut es auch ungemein weh. Denn dieses Weihnachten ist nicht mehr dasselbe wie noch vor einem Jahr. Wahrscheinlich ist deshalb bei mir auch noch keine Weihnachtsstimmung aufgekommen. Ich weiß auch nicht, ob sich das durch die nun geschmückte Wohnung ändern wird. Denn mein Platz ist und bleibt die Dunkelkammer, in der „Licht“ kein Platz hat.

    Wenn du deine Wohnung schon geschmückt hast, dann tu mir ein Gefallen und genieße die Weihnachtsdekoration, die vielen schönen Lichter und höre laute Weihnachtsmusik – für mich und all diejenigen, für die das nicht mehr möglich ist.

    Eure Yvi

  • Was wäre, wenn…?

    „Was wäre, wenn….?“ Diese Frage hat sich bestimmt jeder schon einmal gestellt. Der eine vielleicht in Sachen „Liebe“, eine anderer vielleicht in Bezug auf den „Job“ und jemand anderes vielleicht zum Thema „Leben“ oder „Krankheit“. Theoretisch passt die Frage „Was wäre, wenn….?“ in allen Lebenslagen.

    Ich habe mich in den letzen 2 -3 Jahren ganz oft gefragt: „Was wäre, wenn ich nicht an Post COVID, ME/CFS erkrankt wäre?“ oder „Was wäre, wenn sich mein Leben nicht so gravierend verändert hätte?“. „Wie würde mein Leben dann wohl heute aussehen?“ – diese Frage stelle ich mir sehr oft. Aber darauf werde ich keine Antwort bekommen. Auch nicht auf die Frage „Werde ich jemals mein altes Leben wiederbekommen?“. – Wenn die Jahre vergehen und der Zustand sich nicht ändert, verliert man irgendwann den Glauben und die Hoffnung daran. Innerlich hofft man, aber dieser Gedanke wird mit Angst zerstört. Angst, dass dieses Leben jetzt so bleibt.

    Die Frage nach dem „Was wäre, wenn…?“ Versuche ich inzwischen aus meinem Leben rauszuhalten, weil diese Frage mich auf Dauer nur runterzieht. Stattdessen habe ich die Lebenssituation so angenommen wie es ist und versuche jeden Tag das Beste daraus zu machen. Eine andere Wahl habe ich auch gar nicht. Ich kämpfe jeden Tag für meine Kinder und meine Familie, weil ich meine Kinder aufwachsen sehen möchte. Und trotzdem erwische ich mich hin und wieder bei dem Gedanken „Was wäre, wenn ich morgen früh aufwache und wieder ganz Gesund bin?“ Eigentlich ein sehr schöner Gedanke und doch überfordert mich dieser Gedanke. Ehrlich gesagt, ich hab keine Ahnung was ich machen würde. Ich hab so viele Wünsche und Träume – wahrscheinlich würde ich alles auf einmal machen, um zu schauen ob ich Träume oder nicht.

    So Scheiße wie das jetzt auch alles ist, haben mir die Erkrankung und die Veränderung meiner Lebensumstände etwas gelehrt – auch wenn ich dafür gerne auf diesen gesundheitlichen Zustand verzichtet hätte. Aber „Was wäre, wenn die Krankheit nie Teil meines Lebens gewesen wäre?“ , dann würde ich das Leben als Selbstverständlich hinnehmen – dabei ist gerade das „nicht“ Selbstverständlich. Ich hätte auch nicht die schmerzliche Erfahrung gemacht, wie kostbar und kurz dieses Leben doch ist. Und wie kostbar die Menschen sind, die in dieser Situation bleiben und dich nicht verlassen. Jetzt weiß ich auch, dass es falsch war vieles „auf später“ zu verschieben und meinen Träumen nicht zu folgen. Klar hat man da den einen oder anderen Spruch immer im Hinterkopf. Aber als „gesunder“ Mensch habe ich dem keinerlei Beachtung geschenkt. Das kommt erst, wenn man krank ist und sich das Leben von heute auf morgen plötzlich ändert. Dann ändert sich auch die Sichtweise zum Leben und zu bestimmten „Sprüchen“ oder „Zitaten“.

    Die Erkrankung und die neuen Lebensumstände haben mich gelehrt, das Leben viel bewusster wahrzunehmen. So versuche ich aus jedem Tag was positives mitzunehmen und nicht nur das schlechte zu sehen. Ich schätze die kleinen Dinge im Leben und freu mich über Kleinigkeiten. Ich bin für vieles viel dankbarer geworden – dankbar für die kleine Schritte und dankbar, wenn der Crash danach nicht so schlimm ist. Ich bin dankbar, dass ich jeden Morgen aufwachen darf und dankbar, Zeit mit meiner Familie zu haben. Auch wenn diese bescheuerte Krankheit mir nicht viel Zeit mit meiner Familie und dem Leben lässt, so ist jeder Tag mit ihnen ein Geschenk. Ich Lebe jeden Tag so, als wäre es mein letzter. Okay, ich selbst lebe nicht wirklich…ich existiere zum jetzigen Zeitpunkt nur.

    Aber ich sorge dafür, dass meine Familie lebt und sich ihre Träume erfüllt. Und das sie sich immer vor Augen halten, wie kurz das Leben doch ist und das nichts selbstverständlich ist. Von heute auf morgen kann sich plötzlich alles ändern und dann bereut man es, immer alles auf später verschoben zu haben. Man bereut, das Leben nicht bewusst gelebt zu haben.

    Eure Yvi

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