Ein Virus im Haus, stellt für meine Gesundheit ein großes Problem dar. Die ungebetenen Gäste legen den gesamten Tagesablauf lahm und fordern „eigentlich“ mein Dasein zur Bekämpfung. Aber ich kann nicht Dasein und mich kümmern. Ich bin gezwungen, von dem Virus fernzubleiben. Denn jeder Infektion, jeder Virus der sich hier an meine Familie hängt, ist für mich ein Risiko und könnte meinen Gesundheitszustand verschlechtern.
Als Mutter und Ehefrau bricht es mir das Herz, in dieser Situation nicht für meine Familie da zu sein. Nachts, wenn es Ihnen schlecht geht, kann ich nicht aufstehen und mich um sie kümmern. Oder auch am Tage, kann ich selbst, nicht helfen. Das ist für mich selbst sehr schwer zu akzeptieren, weil es doch meine Mütterliche Aufgabe ist. Doch ich muss mich von allen fern halten und dabei auf mich selbst aufpassen. Eigentlich total egoistisch von mir. Aber in dieser Situation ist das nicht egoistisch, sondern notwendig. Auch wenn das, für mich und mein Herz , sehr schwer zu akzeptieren ist.
Daher ist die Kontaktaufnahme dann immer nur aus der Ferne. Die Kinder wissen, dass sich mein Zustand verschlechtern kann, wenn ich mich infiziere. Und ich hasse das, weil ich in dieser Situation so gerne für meine Familie da sein möchte.
Und jedes Mal, wenn ein Virus hier bei uns einzieht, ist die Angst groß, dass es mich auch erwischt. Aber genau das darf nicht passieren.
Ich hoffe ihr kommt alle gut durch diese Virus-Zeit. Passt auf euch auf und lasst dem Virus keine Chance.
2025 war definitiv mein schwerstes Jahr. Es hat mich seelisch und körperlich sehr an meine Grenzen gebracht und mich erneut einen Teil meiner Lebensqualität gekostet. Ich hätte niemals gedacht, dass so viel Willenskraft und Stärke in mir steckt und mein Kampfgeist mich durch dieses Jahr bringt. Ich hätte auch niemals damit gerechnet, dass mich dieser Kampfgeist einmal zum „Vorbild“ für meine Kinder machen würde. Wenn ich ihnen dadurch jedoch zeigen kann, dass es sich immer lohnt zu kämpfen – egal, wie schwer eine Situation auch ist -, gehe ich diesen Weg als „Vorbild“ gerne voran.
Dieses Jahr habe ich viel geweint, gekämpft und zwischendurch immer mal wieder aufgegeben. Ich konnte kaum noch das Haus verlassen und lag nur noch in der Dunkelheit. Ich musste um Hilfsmittel und Anerkennung kämpfen. Meine sozialen Kontakte wurden zunehmend weniger, woraufhin sich einige Menschen von mir abgewandt haben und Freundschaften dadurch zerbrochen sind. Doch meine Herzensmenschen sind geblieben. Sie stehen mir täglich zur Seite, kämpfen gemeinsam mit mir und geben mir durch ihre Liebe Halt. Sie machten Momente möglich, in denen ich Lachen konnte und haben mir kleine Wünsche erfüllt.
Sie haben erneut lernen müssen, mit dem neu entstandenen Zustand umzugehen und akzeptieren die Situation, wie sie ist – es muss dunkel und leise sein. Und sie haben akzeptiert, ihr Leben vorerst ohne mich zu planen und weiterzuleben. Was nicht bedeutet, dass sie mich ausschließen. Ganz im Gegenteil, sie brauchen mich – egal wie mein gesundheitlicher Zustand gerade ist und das zeigen sie mir auch. Und egal, was sie tun, sie beziehen mich in alles mit ein.
Ja, dieses Jahr war eine Herausforderung und hat mich viel gelehrt – ob ich wollte oder nicht. Ich bin dankbar, für jeden Tag den ich mit meiner Familie habe, den mein Körper mich mal etwas schont und für die Menschen, die diesen Weg mit mir gehen. Sei es in Gedanken, Unterstützend an meiner Seite oder durch kleine Gesten. Ich danke euch.
Und so traurig wie die jetzige Situation auch ist – Jeden Morgen aufzuwachen und meine Familie an meiner Seite zu haben und an meiner Seite zu wissen, ist das schönste Geschenk an jedem einzelnen Tag. Denn in einer Zeit, in der Menschen sich entscheiden sich von dir abzuwenden und zu gehen, wenn es schwer wird, ist dieses Bleiben und das gemeinsame Gehen eines schweren Weges, keine Selbstverständlichkeit mehr.
Bild erstellt mit ChatGPT
Das alte Jahr neigt sich dem Ende und 2026 steht in den Startlöchern. Aber ganz ehrlich, das neue Jahr macht mir Angst. Angst, dass mein Leben genauso weiterlaufen wird wie 2025. Angst, dass mein Zustand sich weiter verschlechtert. Angst, dass keine helfenden Medikamente auf den Markt gebracht werden. Angst, dass man uns weiterhin uns selbst überlässt und wir keine Unterstützung bekommen. Angst, weiterhin um alle Hilfsmittel kämpfen zu müssen. Angst, weil es einfach keine Hoffnung gibt und Versprechen nicht eingehalten werden.
Doch vielleicht wird 2026 ja auch gut und meine Angst ist unbegründet. Vielleicht wird 2026 mein Jahr und mein Gesundheitszustand wird sich verbessern. Vielleicht werde ich ein Medikament finden, welches mir hilft. Vielleicht werde ich kleine positive Erfahrungen machen.
Lasst uns gemeinsam positiv ins neue Jahr 2026 blicken und nur an gutes Denken. Ich wünsche euch allen nur das Beste. Vor allem ganz viel Gesundheit, Liebe und Menschen an euerer Seite, die in guten sowie schwierigen Zeiten an eurer Seite sind.
“With gratitude for what was, good blessed for what comes.”
Autor unbekannt
Einen guten Rutsch euch allen und kommt gut ins neue Jahr. Möge 2026 uns neue Wege und leise Hoffnung bringen – good blessed 2026.
Weihnachten ist eine Zeit des Innehaltens, in der wir über das Wesentliche nachdenken – über unsere Gesundheit, über die Menschen die wir verloren haben und über jene, die immer an unserer Seite sind.
Gesundheit und menschliche Nähe stehen in enger Verbindung. Sie geben Halt, Orientierung und Kraft. Beides ist nicht selbstverständlich und beides verdient Aufmerksamkeit und Pflege. Sich dessen bewusst zu sein, schärft den Blick für das Wesentliche im Leben – achtsam mit sich selbst umzugehen und dankbar für die Menschen zu sein, die bleiben, wenn es schwer wird.
Zum Weihnachtsfest wünsche ich Euch Momente der Ruhe, Dankbarkeit und Nähe. Lasst uns diesen Moment nutzen, um innezuhalten und all der Menschen zu gedenken, die heute nicht unter uns sein können. In unserem Herzen werden sie bei uns sein.
Ich war mit meiner Familie und meinem Rusty (Rollstuhl) draußen. Und dieses Mal habe ich mich erneut darüber aufregt, dass Autos die Fußgängerüberwege zuparken. Und das ist nicht das erste Mal.
Wir wollten eigentlich nur vom Parkplatz runter, aber beide Fußgängerüberwege waren von Autos zugeparkt und damit blockiert. Ein Zustand, der uns sehr verärgert hat. Es gibt dort nur 2 Übergänge, der Rest ist mit Bäumen und Sträuchern versehen. Da im Winter alle Bäume und Sträucher nackig sind, ergeben sich einige Lücken. Und diese Lücken, die so überhaupt nicht Rollstuhlgerecht sind, haben wir dann genutzt, um mich auf die andere Seite zu bekommen. Und alles nur, weil man sein Auto einfach vor dem Fußgängerüberweg parkt.
Ein Zustand der mich sehr sauer und wütend macht. Aber nicht nur mich, auch die beteiligten Personen, die meinen Rollstuhl schieben. Mich hat das damals schon immer angekotzt, als ich mit Kinderwagen unterwegs war und die Wege versperrt waren.
Ich frage mich ernsthaft, denkt man als Autofahrer*in nicht darüber nach, wo man sein Auto parkt? Überlegt man sich vorher nicht, ob es wirklich eine gute Idee ist, sein Auto vor einem Fußgängerüberweg zu parken? Ich meine, man muss doch mal darüber nachdenken, ob da dann noch jemand vorbeikommt. Sei es jemand mit Kinderwagen, Rollator, Rollstuhl oder auch einfach nur so.
Aber wahrscheinlich macht man sich darüber keine Gedanken. Hauptsache man hat nen Parkplatz, egal wie bescheuert man dann auch steht.
Liebe Autofahrer*innen, vielleicht überlegt ihr vorher, ob es wirklich eine so gute Idee ist, den Fußgängerüberweg zu blockieren. Es gibt Menschen, die diese Übergängen brauchen – weil sie im Rollstuhl sitzen, am Rollator laufen, mit Kinderwagen unterwegs sind oder einfach auch nur so diesen Übergang nutzen möchten. Daher haltet doch bitte die Fußgängerüberwege frei. Ich danke euch.
Lieber Weihnachtsmann (würde ich jetzt als Kind schreiben)….
Da ich aber schon zu alt dafür bin, richten sich meine Zeilen an die Weihnachtsmagie. Denn ich bin noch nicht zu alt, um zur Weihnachtszeit an ein bisschen Weihnachtsmagie und an ein Weihnachtswunder zu glauben. Daher glaube ich daran, dass mein Weihnachtswunsch, der eigentlich das ganz Jahr über mein Wunsch ist, eines Tages erhört und erfüllt wird.
Liebe Weihnachtsmagie, ich wünsche mir dieses Jahr dasselbe wie letztes Jahr – Ich wünsche mir mein Leben zurück.
Ich weiß, dass mein altes Leben – so wie es einmal war – vorerst nicht möglich ist und vielleicht wird es so, in dieser Form, auch nie wieder sein. Aber ein bisschen mehr „Leben“ wäre schon toll. Ein bisschen mehr „Teilhabe am Leben“ und ein bisschen mehr „Energie“ um was mit meiner Familie zu machen, wäre toll. Es muss ja auch nicht gleich von 0 auf 100 sein. Kleine Fortschritte würden mir da schon helfen und mich in meinem Kampf positiv unterstützen.
Ich wäre auch schon dankbar, wenn ich einfach nur an einem Spiel- oder Filmabend mit meiner Familie teilhaben könnte – einfach mehr Zeit mit meiner Familie hätte. Wenn ich mit meinen Kindern was machen könnte. Und wenn ich tagsüber nicht mehr in der Dunkelkammer liegen müsste, sondern wieder ins helle Wohnzimmer könnte. Wenn all die Symptome nicht so stark wären. Oder wenn ich wieder mit meinem Hund gassi gehen könnte – denn dann wäre es möglich, dass meine Familie in den Urlaub fliegen kann und darauf nicht verzichten muss. Vielleicht würde auch ein Wochenendausflug dann möglich sein, damit alle mal abschalten können. Ich wäre auch schon dankbar, wenn ich den Müll runterbringen könnte. Oder wenn ich wieder in der Lage wäre, für mich selbst zu sorgen und die Körperpflege zu bewältigen kein ständiger Kampf wäre. Wenn ich meine Haare wachsen lassen könnte, um sie mir dann stylen zu können – das wäre so schön. Alles Wünsche, die eigentlich recht klein sind. Klein und vielleicht unbedeutend, doch mir bedeuten sie sehr viel.
Ein bisschen mehr „können“ wäre so toll. Und wenn es nur ein bisschen ist, um meine Familie zu entlasten – ich nehme jeden noch so kleinen Fortschritt an. Ich werden auch nicht meckern oder ungeduldig sein. Ganz im Gegenteil, ich werde dankbar für jeden einzelnen Fortschritt sein und ihm mit Wertschätzung begegnen. Hauptsache ich kann wieder etwas am Leben teilhaben.
Und wenn du schon mal dabei bist – es gibt noch ganz viele Kinder, Jugendliche und betroffene Menschen mit Post COVID, Post Vac und ME/CFS, die ein Weihnachtswunder und ganz viel Weihnachtsmagie gebrauchen können. Ich wünsche mir dieses Wunder, so wie es in Filmen und Geschichten immer passiert, auch im echten Leben – FÜR UNS ALLE. Kriegst du das hin?
Deine Yvi
Ki Bild – erstellt mit PicsArt und ChatGPT
„Weihnachten erinnert daran, dass Hoffnung selbst in dunklen Zeiten geboren wird.“