Telefonische Begutachtung

Ich hatte meine erste telefonische Begutachtung, für die Höherstufung des Pflegegrads, durch den Medizinischen Dienst.

Eigentlich stand ein Hausbesuch an, doch dieser wurde ein paar Tage vorher in ein Telefonat geändert. Ich muss gestehen, dass mich dieser Anruf sehr überrascht hatte und mich gleichzeitig überrumpelte. Daher konnte ich nicht richtig reagieren und meinen Wunsch nach einem Hausbesuch äußern. Im Nachhinein hat mich das sehr geärgert.

Das Telefonat fand statt und wurde von meiner Frau geführt. Auf meine Anwesenheit wurde dabei auch bestanden und so wurde das Telefonat in meinem Beisein geführt. Was für mich körperlich sehr anstrengend war. Die Dame vom MD war sehr nett und ist einige Fragen mit uns durchgegangen. Ein Tag später lag dann schon das medizinische Gutachten des Pflegegrads vor. Damit habe ich nun Pflegegrad 3.

Mein Fazit: Auch wenn die telefonische Begutachtung gut verlaufen ist, würde ich sie das nächste Mal nicht in Anspruch nehmen. Wir würden einen Hausbesuch vorziehen, weil man sich so viel besser ein Bild von dem Leben und Leiden der betroffenen Person machen kann. Denn es gibt immer noch Menschen, die sich nur schwer vorstellen können, wie man mit ME/CFS, der Dunkelheit und all den Problemen/Symptomen drumherum lebt.

Wobei ich schon sehr hoffe, dass ich eine Begutachtung, für die Höherstufung des Pflegegrades, nicht mehr in Anspruch nehmen muss. Ich würde mich freuen, wenn es auch irgendwann mal wieder richtung Besserung statt ständiger Verschlechterung geht.

Eure Yvi

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