Arztbesuch beim Neurologen

Eigentlich verlasse ich kaum noch das Haus und gehe auch nur in „dringenden Notfällen“ zum Arzt. Ein Besuch beim Neurologen war eigentlich schon längst überfällig. Aber so einfach kommt man an solche Ärzte auch gar nicht mehr ran. Alle sind belegt und voll, keine „Neuen Patientenaufnahme“ heißt es überall. Doch durch einen Code auf dem Überweisungsschein, kann man den Terminservice der KV nutzen und bekommt so relativ schnell einen Termin. Und so hatte ich Glück, dass ich einen Termin bei meiner neurologischen Wunschpraxis bekommen habe.

Arztbesuche sind nicht nur körperlich schwer, auch die Angst vor Aussagen wie „Das ist nur psychosomatisch“ oder „Sie müssen sich mehr Bewegen. Mit rumliegen bekommen Sie den Körper auch nicht fit“ oder oder oder. So viele Aussagen die uns zu Ohren kommen und dafür sorgen, dass man Arztbesuche meidet. Aber auch, weil ein Arztbesuch einen Crash verursachen kann.

Bei meinem Arztbesuch beim Neurologen dachte ich auch erst, dass es in dieselbe Richtung verläuft. Das Anamnese Gespräch verlief anders als erwartet. Ich war schon kurz davor abzubrechen. Aber nach einer Weile sagte er Sätze, die ich erst gar nicht glauben konnte. Wir beiden trauten unseren Ohren nicht. Er wusste ganz genau wovon er spricht und war mit der Symptomatik vertraut. Ich war auch nicht die erste Patientin mit Post COVID und Me/CFS. Das Gespräch lief in eine gute Richtung und ich war so unendlich dankbar dafür. Er war und ist wirklich bemüht mir zu helfen.

So bekam ich ein Krankenhaus als neue Anlaufstelle, die spezialisiert auf diese Erkrankung sind und wo ich mich melden sollte. Dort habe ich mich auch schon gemeldet und muss jetzt schauen, wie die Wartezeiten sind. Laut Aussagen anderer Patienten gibt es dort eine sehr lange Warteliste.

Dazu habe ich ein Nahrungsergänzungsmittel und ein Off-Label-Medikament bekommen, die ich testen werde.

Nattokinase: Es kann bei der Auflösung von Blutgerinseln helfen, unterstützt das Herz-Kreislauf-System und kann den Blutdruck senken. Zusätzlich ist es Entzündungshemmend.

Off-Label-Medikament: Es unterstützt das Nervensystem, indem es den oxidativen Stress reduziert und die zelluläre „Reinigung“ fördert. Es kann die kognitiven Funktionen unterstützen, wodurch Aufmerksamkeit und Gedächtnis unterstützt werden. Dazu hat es eine schützende Wirkung auf die Nervenzellen, welche das Risiko von Alzheimer und Demenz reduzieren können.

Beide Medikamente zusammen kamen ca. 104€ und reichen für 3. Monate.

Und damit starte ich jetzt. Aber wie bei vielen anderen Medikamenten, ist auch hier ein paar Tage abzuwarten, bevor man etwas von der Wirkung merkt bzw. eine eventuelle Besserung verspürt.

Bislang habe ich von Menschen, die diese Nahrungsergänzungsmittel nehmen oder getestet haben, nur positives gehört. Ob ich dazu gehöre wird sich zeigen. Aber erstmal gehen wir vom positiven aus.

Und dann stehen noch Bluttest‘s an, die ich zwar selber zahlen muss, aber wichtig für weitere Therapien bzw. Therapieansätze sind. Die Kosten liegen da bei 100-200€.

Ich werde definitiv berichten und euch auf dem laufenden halten, wann immer es körperlich geht.

Nachtrag: Nur leider ist er bei der Anamnese durcheinander gekommen und hat diese falsch dokumentiert. Was bei den vielen Daten schon mal passieren kann. Da mir dies leider erst später aufgefallen ist, habe ich ihm einen Brief geschrieben, in denen die wichtigsten Kerndaten korrekt und mit Datum standen. Diesen Zettel nehme ich jetzt immer mit zu Ärzten, weil dort wirklich alles von der 1. Corona-Infektion, Impfung, Beginn der Symptome, getestete Medikamente, ab wann Pflegegrad und so weiter aufgelistet ist. Man hat ja doch nicht mehr alles so im Kopf oder abrufbereit. Somit werden meine Daten hoffentlich nicht mehr falsch dokumentiert. Dies ist mir nämlich auch schon in anderen Arztberichten aufgefallen.

Eure Yvi

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