2. Jahre Arbeitsunfähigkeit

Heute, vor genau 2.Jahren (19.04.2023) war der erste Tag meiner Krankschreibung. Und niemals nie hätte ich gedacht, dass ich so lange arbeitsunfähig bleiben werden. Damals dachte ich noch, dass ich nach meiner ersten Post Covid Reha wieder arbeiten gehen werde. Ich war bei vielen Ärzten und alle wollten sie die Reha abwarten, getreu dem Motto „Die Reha wird’s schon richten“. So kam das zumindest damals bei mir an. Aber die Reha hat es nicht gerichtet. Ganz im Gegenteil, ich bin schlechter aus der Reha raus, als ich rein bin. Der Zustand hatte sich verschlechtert und nie wieder erholt. Dazu kam dann noch der Alltag und die ganzen Pflichten, die man als Mama so hat. Ich bin so froh, dass meine Kinder schon so groß und selbstständig sind. Das war und ist in meinem Zustand sehr hilfreich.

Ich hatte damals Glück, dass ich ernst genommen wurde und in der Charité, im Fatigue Centrum, meine Diagnose bekam. Sie ermöglichten mir auch die Teilnahme an der Post COVID Studie. Es gab aber auch Ärzte, die das alles als „psychosomatisch“ abgestempelt haben. Und so wie viele andere auch, habe ich vor meiner „Post COVID, chronische Fatigue“ Diagnose viel Diagnosen bekommen, die alle auf die Psyche gelegt waren.

Meine 78 Wochen Krankengeld zeigten bald ein Ende auf und so beschloss ich erneut einen Antrag auf Rehabilitation zu stellen. Es heißt ja auch so schön „Reha vor Rente“ und so wurde mir das auch bei einer Rentenauskunft gesagt. Und da im ersten Reha-Entlassungsbericht „Arbeitsfähig mit 6.Stunden“ angekreuzt wurde, wäre mein Antrag auf Rente sowieso abgelehnt worden. Nachdem der Antrag gestellt und genehmigt wurde, kam dann auch ein Schreiben von der Krankenkasse. Ich solle eine Reha beantragen, andererseits wird mir mein Krankengeld gestrichen. Man merkt, ich hätte so oder so erneut eine Reha antreten müssen. Und das tat ich dann auch, jedoch leider wieder ohne Erfolg. Stattdessen verschlechtert sich mein Zustand, genau eine Woche nach der Reha, noch weiter. Und dieser Zustand hält bis heute an.

Ich war gerade mal 3. Monate im ALG1, da kam auch schon der Bescheid meiner Erwerbsminderungsrente. Innerhalb von 3 Monaten wurde sie bewilligt. Auch beim Übergang vom Krankengeld ins ALG1 gab es keine Probleme und ich hatte Glück, dass alles reibungslos und schnell ging.

Mein Zustand hat sich dadurch nicht verändert, aber vorerst ist der Kampf um Recht und Anerkennung vorbei. Ich darf etwas durchatmen und versuche jetzt weiter positiv nach vorne zu schauen. Auch wenn mein körperlicher Zustand dies erschwert….meine Hoffnung auf eine Heilung bleibt und daran halte ich auch fest.

Eure Yvi

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